Die Geschichte der Feuerwehr im römischen Reich

Die Entstehung und Geschichte der Feuerwehr, wie wir sie im heutigen Sinne kennen verläuft nicht gradlinig, sondern über mehrere Epochen und Orte verteilt. Die älteste organisierte Brandbekämpfung entstand jedoch im alten Rom, das besonders anfällig für Brände war. Denn bereits damals war Rom eine dicht bebaute Großstadt, die hauptsächlich mit Holzkonstruktionen errichtet wurde. Die arme Bevölkerung der Millionenstadt wohnte in zahlreichen Mietskasernen, die eng aneinander standen und bei dere
n Bau oft an Materialen gespart wurde. Daher war es nicht unüblich, dass diese Mietskasernen einstürzten oder Bränden zum Opfer fielen, welche sich dann auf die weitere Stadt ausbreiteten.

Trotz hoher Strafen war auch Brandstiftung nicht unüblich. Ein massiver Emperor NeroGroßbrand, der im Jahre 64n.Chr. über zehn Tage wütete, zerstörte 10 von 14 Regionen der Stadt. Drei dieser zehn Regionen wurden dabei völlig vernichtet. Dabei wird historisch umstritten ob Kaiser Nero durch Brandstiftung für diesen Großbrand verantwortlich gemacht werden kann.

Unabhängig der Ursache führte dieser verheerende Brand zu einer Erneuerung der Bauvorschriften, die eine Erweiterung der Straßen und eine Verringerung der Bebauungsdichte vorsahen – um weitere Brände eines solchen Ausmaßes zu verhindern.

Neben diesen baulichen Präventivmaßnahmen, verfügte das Zentrum des römischen Reiches auch über genügend Ressourcen und organisatorische Kapazitäten um eine erste Feuerwehr zu errichten. Zunächst bestand jedoch keine politische Priorität für den Brandschutz, der daher lediglich von Nachtwächtern übernommen wurde. Diese waren allerdings bereits mit der allgemeinen Sicherheit und der Bekämpfung von Kriminalität beauftragt und konnten somit nicht effektiv im Brandschutz arbeiten. Daher beauftragten viele reiche Bürger private Feuerwehren. Diese arbeiten zum Nutzen ihres Auftraggebers, welche teilweise versuchten ökonomisches Kapital aus den Bränden zu schlagen, und somit nicht zur Sicherheit der allgemeinen Bevölkerung beitrugen.

Vor diesem Hintergrund, der fortschreitenden Urbanisierung und den damit einhergehenden, schwerwiegenden Bränden, gründete Kaiser Augustus dann im Jahr 21 v. Chr. die erste öffentlich finanzierte Feuerwehr. Zunächst wurden 600 Sklaven eingesetzt, die allerdings nicht ausreichten um die ganze Stadt zu schützen. Daher wurden später sieben Kohorten von jeweils 420 bis 600 Mann aufgestellt. Jede Kohorte war für zwei Stadtteile zuständig, die in eigenen Kasernen in diesen Stadtteilen untergebracht wurde.

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